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C3 - Kein Hollywood


16. Mär 2014 

Das schöne an Hollywood-Filmen ist, dass man sich darauf verlassen kann, dass es am Ende fast immer ein Happy End gibt. Die Liebenden können noch so zerstritten sein, die Situation kann noch so verzweifelt und ausweglos scheinen - am Ende lösen sich immer alle Konflikte auf, wird alles gut, sind alle irgendwie glücklich. Darauf kann man vertrauen, eigentlich immer.

Das Spiel der 3.C gegen den FC Internationale war kein Hollywood-Film. Und es zeichnete sich schon relativ früh ab, dass es an diesem Nachmittag womöglich kein Happy End geben würde.

Inter war mit der ersten Aktion in der gegnerischen Hälfte nach einem Freistoß aus gut und gerne 30 Metern, der ewig lange in der Luft war und dann, beeinflusst durch den starken Wind, steil nach unten fiel, reichlich glücklich in Führung gegangen. Der BSC ließ sich indes nicht beirren, spielte engagiert weiter nach vorn und arbeitete Möglichkeit auf Möglichkeit heraus. Nach drei Aluminiumtreffern und einer vergebenen Chance freistehend vor dem Tor, beschlichen so manchen böse Vorahnungen.In der zweiten Hälfte, der BSC jetzt gegen den grenzwertig starken Wind, verteilten sich die Torchancen mehr. Auch Inter kam ein ums andere Mal gefährlich vor das von Vincent tadellos gehütete Tor. Die bessere Spielanlage und auch die besseren Torchancen waren allerdings eindeutig auf Seiten der Heimmannschaft. Allein der Ball wollte nicht ins Tor und es wurde langsam Zeit für den in der Pause besprochenen Plan B.

Dann aber überwand Phu, der asiatische Wirbelwind auf der halblinken Angriffsseite, doch endlich seine Ladehemmung und erzielte nach feinem Pass von Jonas erst den Ausgleich und wenig später nach ganz sauberer Drehung um die eigene Achse sogar das Führungstor.Das Spiel schien doch auf die Hollywood-Linie einzuschwenken. Gelbschwarz erarbeitete sich zwei weitere gute Chancen, den Sack hier und heute endgültig zu zumachen.Dann einer der ganz wenigen langen und im Hinspiel so gefährlichen Pässe aus dem Inter-Mittelfeld auf ihren schnellen 11er David. Ein Sprintduell zwischen ihm und Paul um den Ball, mit leichtem Vorteil für unseren Kapitän. Es gibt Körperkontakt und beide gehen zu Boden. Der ansonsten sehr gute Schiedsrichter pfeift sofort Strafstoß. Spieler und Verantwortliche des BSC sind fassungslos und entsetzt ob dieser vermeintlichen Ungerechtigkeit. Inter gleicht aus und dreht damit noch einmal das Spiel. Drei Minuten Nachspielzeit werden angesagt, Inter bekommt im Halbfeld einen Freistoß zugesprochen. Wieder gut und gerne dreißig Meter und es passt haargenau in die Dramaturgie dieses Nachmittags, dass auch dieser Ball den Weg ins Tor findet, hoch oben ins linke Eck, genau dorthin wo kein Torwart der Welt mit 1 Meter 53 Körpergröße ihn halten kann.Drei Standards und Inter gewinnt das Spiel. So brutal und ungerecht kann Fussball sein. Die Schuld am Schiri festzumachen liegt nahe - und tatsächlich gilt der Satz: ein guter Schiedsrichter ist der, von dem man nicht merkt, dass er auf dem Platz war. Dieser Schiedsrichter hat mit seiner 11er-Entscheidung dem Spiel eine Richtungsänderung verpasst, und das bei einer Entfernung von etwa 30 Metern zum Tatort.So weit dazu - unstrittig ist aber auch, dass Schwarzgelb genug Möglichkeiten gehabt hat, damit zwei Spiele zu gewinnen. Oder wie es die Spieler des Gegners hinterher formulierten: wenn die ihre Chancen nicht reinmachen...Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen - außer vielleicht noch, dass es von der 3.C neben dem Spiel gegen Staaken die wohl beste Saisonleistung bis dato war und dass man über den Tabellenplatz nicht zu diskutieren braucht, wenn die Jungs diese Leistung auch weiterhin abrufen.