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am 23.07.2018

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A2 - Aufstieg im tropischen Köpenick


14. Jun 2015 

Durch die Spielergebnisse des letzten Wochenendes wurde unser letztes Saisonspiel, das für die 1996er Spieler auch das letzte ihrer Jugendfußballkarriere sein sollte, zu einem echten Endspiel um den Aufstieg. Die Gastgeber hatten einen würdigen Rahmen geschaffen. Gespielt wurde auf dem sehr gepflegten Rasenplatz im Käthe – Tochalla – Stadion und bereits vor dem Spiel wurde allen die Bedeutung dieser Begegnung noch einmal verdeutlicht. 

Die Mannschaften liefen mit kleinen F – Junioren an der Hand auf das Feld. Per Lautsprecher wurde die Formation beider Mann-schaften durchgesagt. Vor Spielbeginn zündeten die Gastgeber noch etwas Pyrotechnik in den blau-weißen Köpenicker Vereinsfarben.

Dann ging es endlich los. Die Gastgeber übernahmen sofort das Kommando und übten enormen Druck auf unser Tor aus. Mit Glück und Geschick überstanden wir diese Druckphase am Anfang und mit der Zeit bekamen wir auch die Spielkontrolle. Ein sehr guter Angriff konnte dann auch gleich in der achten Minute durch Justin mit dem Führungstor abgeschlossen werden. Danach hatten wir das Geschehen weitgehend im Griff und den Gastgebern fehlten in dieser Zeit die Mittel, um den gut organisierten Defensivverbund der schwarz-gelben in Verlegenheit zu bringen. Das 2:0 in der 31. Minute nach einem perfekt vorgetragenen Angriff unterstrich die Überlegenheit der Gästeelf. Leider wurden zwei weitere Tore für den BSC - jeweils nach Tempogegenstößen - aufgrund umstrittener Abseitsentscheidungen nicht gegeben. Die Gastgeber kamen kurz vor dem Halbzeitpfiff noch zu einer Großchance; Lennart konnte aber auf der Torlinie retten. So ging es mit einer verdienten 2:0 Führung in die Kabine. 

Wir wussten aber auch aus leid-voller Erfahrung in den vorangegangenen Auswärtsspielen gegen die Konkurrenz aus der Tabellenspitze, dass noch eine sehr schwere zweite Halbzeit vor uns liegen würde. Den erwarteten Ansturm der Gastgeber konnten wir aber durch gut organisierte Abwehrarbeit zunächst gut verteidigen. Stattdessen zeigten wir weiter den klar besseren Fußball und kamen folgerichtig nach zwei mustergültigen Angriffen durch Adriaan und Mario in der 53. und 56. Minute zur vermeintlich sicheren 4:0 Führung. Kurz darauf konnte eine weitere hundertprozentige Torchance leider nicht genutzt werden. Im Gegenzug kam der schussgewaltige 9er der Gastgeber – Paul Gropp – leider zum Abschluss und der Strahl zischte aus gut 25 m in unser Tor. Was zunächst nur nach einer Ergebniskosmetik aussah, wurde dann doch noch problematisch. Wir konnten weitere drei hundertprozentige Torchancen nicht verwerten, womit wir den nie aufsteckenden Gastgebern bei den tropischen Temperaturen sicherlich endgültig den Stecker gezogen hätten. Eine Großchance der Gastgeber vereitelte Jonas mit einer spektakulären Parade. In der Schlussphase mussten diverse Spieler von uns den Temperaturen und dem Spieltempo Tribut zollen, während die Gastgeber noch einmal alles versuchten. In der 87. Minute hämmerte Paul Gropp den Ball zum zweiten Mal in unser Netz. In der 90. Minute konnten die Gastgeber sogar noch auf 3:4 verkürzen. 

Irgendwie überstanden wir die fünf Minuten Nachspielzeit und dann gab es nur noch grenzen-losen Jubel. Dieses Spiel war ein genaues Abbild unserer Saison. So wie wir hier in der ersten Halbzeit den Gegner sicher beherrschten, waren wir auch in der Hinrunde gegenüber den anderen Teams sehr dominierend und leisteten uns nur ein Remis. Die beiden Tore nach dem Wechsel entsprachen unseren drei Siegen zum Rückrundenauftakt. Die schwierigste Saisonperiode hatten wir nach den Osterferien zu überstehen. Aufgrund von schulischen Prüfungen und auch anderer Umstände hatte die Trainingsbeteiligung deutlich nachgelassen. Zudem verließen uns unsere langjährigen Stützen Nojan und Hendrik, da sie außerhalb Berlins studieren, was nicht nur sportlich ein Verlust ist. In diese Zeit fielen zudem teils schwere Verletzungen von Leistungsträgern sowie „Unlustphasen“ weiterer Spieler, so dass wir im April ausgerechnet bei den schweren Auswärtsspielen bei SV Empor II und SV Blau – Gelb mit sehr ausgedünnter Personaldecke antreten mussten. Der Tiefpunkt war das daran anschließende Heimspiel gegen GW Neukölln, bei dem wir nach schwacher Leistung die einzige Heimniederlage einstecken mussten. Wir dachten zu diesem Zeitpunkt, dass wir wieder wie in der Vorsaison vor allem an uns selbst gescheitert wären. Diese Saisonphase entsprechend ist auf das gestrige Spiel dahingehend zu übertragen, dass wir in den letzten 10 Spielminuten leider die Spielkontrolle aus der Hand gegeben hatten, was angesichts einer Großchance für die Gastgeber in der 95. Minute fast noch schief gegangen wäre. 

Am Ende konnten wir den knappen Vorsprung aber über die Ziellinie retten und der Jubel war grenzenlos. Dieser Erfolg war trotz des doch noch knappen Ergebnisses hochverdient, da wir zuvor ein sehr starkes Spiel gezeigt hatten. Zu bemängeln war lediglich die mangelnde Chan-cenverwertung und eine gewisse Sorglosigkeit in der Schlussphase. Nach schweren Wochen mit teilweise unterirdischen Darbietungen präsentierte sich das gesamte Team hochkonzent-riert, ballsicher und kämpferisch enorm stark. Nach dem Abpfiff gab es kein Halten mehr und die Mannschaft badete beim angrenzenden Ruderclub Narva ausgelassen in der Spree, wo eigentlich alles für eine Große Feier der Gastgeber angerichtet war. 

Hervorheben möchte ich das vorbildlich faire Verhalten der Gastgeber, die durch diese für sie bittere Niederlage ihre Aufstiegschancen wohl begraben mussten. Anschließend fuhren wir zu Carsten in unser BSC – Casino und ließen den großen Tag dort bei dem einen oder anderen Pils ausklingen. Mit dem nach manchen Schwierigkeiten doch noch realisierten Aufstieg mit einem gegenüber der letzten Saison nominal schwächer besetzten Kader in der vermutlich schwersten Bezirksligastaffel ist eine fantastische Saison gekrönt worden und sowohl für die 96er Spieler als auch für die Trainer und die Betreuerin ein würdiger Abschluss gefunden worden. 

 Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich insbesondere bei Virgilio, Iris sowie den immer noch zahlreich mitfahrenden Eltern für die tolle Unterstützung über die gesamte Saison bedanken. Ohne euer Engagement wäre dies nicht möglich gewesen. Ebenso gehörig zum Er-folg haben die Spieler beigetragen, die häufig nicht in der Startelf berücksichtigt wurden, aber immer mitgezogen haben und da waren, als sie gebraucht wurden. Ohne euch wären wir nicht ans Ziel gekommen! Wir wünschen der kommenden zweiten A – Junioren viel Erfolg in der Landesliga!